Meine Geschichte zum Rekord P2:
Ich komme aus einer eingefleischten
Opel-Familie. Meine Kindheit
verbrachte ich in diversen Rekord, vom
P2 über A und B bis hin zu mehreren C,
die sowohl von meinem Vater wie auch
meinem Opa gefahren wurden.
Schon damals hat’s mir der P2 angetan.
Die hochliegenden Scheinwerfer, die
gestreckte Karosserie, der Chrom, das
hat mich schwer beeindruckt. Mein
Zimmer wurde geziert mit etlichen
Bildern und Poster. Schon damals habe
ich gesagt: „wenn ich groß bin, fahre
ich auch mal so ein Auto!“ Meine
Eltern konnten das gar nicht
verstehen, was ich an dieser alten
Karre finde. Zu der Zeit, als ich
meine Liebe fand, war der P2 um die 15
Jahre alt und stand zuhauf auf den
Schrottplätzen.
Als ich dann 1987 meinen Führerschein
hatte, war der P2 praktisch nicht mehr
zu finden. Also wurde mein erstes Auto
ein C-Kadett. Auf Oldtimertreffen
tauchten die aber immer wieder mal
auf, und ich habe jeden einzelnen
angehimmelt.
Dann kam Familie, dann Haus, und als
Alleinverdiener und Vater von zwei
Kindern war an so was finanziell nicht
zu denken. Es folgten dann ein paar
private Tiefschläge, die so was
unerreichbar machten. Irgendwann habe
ich resigniert und verdrängt, habe den
P2 aber nie wirklich vergessen.
Als ich dann meinen Ford 17m verkauft
habe, habe ich bei Mobile eine Suche
gespeichert. Und irgendwann, ich saß
mit Sandra gerade in einem Eiscafé,
meldete sich mein Handy, dass es ein
neues Angebot zu meiner Suche gab. Ein
P2, von 1962, zu einem sehr
attraktiven Preis. Und das ganze in
Selters, gerade mal 10 km von mir
entfernt.
Ein Termin war schnell ausgemacht und
wir wurden uns sofort einig.
Nach fast 50 Jahren ging mein
Kindheitstraum in Erfüllung. Ich muss
gestehen, als ich den Kaufvertrag
unterschrieben habe, hatte ich
Freudentränen in den Augen. Das war
mir fast schon peinlich.
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